Silvia Stolzenburg – Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

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Historienkrimi!!!

Vor einigen Jahren hatte ich den ersten Teil der Salbenmacherin-Reihe drüben bei Lovelybooks gewonnen und gelesen. Es war ein typischer Historienroman, mit einem etwas anderem Anfang: Olivera, unsere Protagonistin wird gleich (in einer arrangierten, aber eingewilligten) Hochzeit verheiratet. Und tritt mit ihrem Ehemann eine Reise vom Byzanz in deutsche Regionen an, die dann doch nicht ganz so verläuft wie vorgestellt. Nun endlich habe ich den zweiten Teil gelesen:

Mittlerweile ist Olivera glücklich mit ihrem Liebsten. Und sie führt auch eine kleine Salbenmacherei. Das spricht sich herum, und sie wird zu einigen Unpässlichkeiten zur Hilfe geholt. Und dann tritt auch noch der Bettelknabe Jona in ihr Leben. Und dieser erzählt unerhörtes, was in der Stadt so vor sich geht. Und Olivera wird in den Strudel der Geheimnisse der Stadt Nürnberg mit hineingezogen….

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So wie es klingt wurde das Buch auch betitelt: ein „Mittelalter-Krimi“. Ist es auch. Mit dieser gewissen Leichtigkeit der Historienromane. Und in dieser Reihe passt es komplett. Die Autorin schafft es, zwar leicht zu schreiben, aber die Story gut voranzutreiben. Auch wenn einige Szenen und Taten voraussehbar waren. Ist aber in diesem Genre weniger schlimm.

Olivera ist wieder glücklich und viel gereifter als im ersten Teil. Und durch ihre Salben ist sie in der Stadt gefragt. Trotzdem setzt sie sich wie schon im ersten Buch dem Thema der Hexerei aus. Das bleibt bei ihrer Begabung für Kräuter und kleine Mittelchen nicht aus. Es wird aber nie theatralisch schlecht.

Auch im zweiten Teil taucht der große Widersache Oliveras auf. Wer es ist, sollte den ersten Teil lesen (Empfehlung!). Dieser ist wieder sehr nervig, aber trägt zum Geschehen bei. Wie es in dem Genre sein sollte.

Es ist ein nicht ganz typischer Historienroman mit ein wenig Krimi (wirklich wenig). Immer wieder gut zu lesen. Mit der Salbenmacherin – Reihe hat die Autorin einen kleinen Geheimtipp im Genre entworfen. So ganz typisch untypisch.

Wer wie ich gerne mal Historie liest, aber gewisse Autoren wie Iny Lorentz abschreckt, wird hier besser bedient werden. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, aber weit weniger mit Kitsch und weit weniger als im ersten Teil.


Silvia Stolzenburg – Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Gmeiner Verlag

398 Seiten

4 Sterne

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