Walter Moers – Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

Walter Moers – Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

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Die Entdeckung einer neuen Welt

Käpt’n Blaubär kenne ich schon lange. Die Sendung mit der Maus lebt ja auch von seinen Geschichten. Gefallen haben mir diese nie besonderlich. Erst viel später schrieb Walter Moers das Buch zum Blaubär. Es hat eine andere Ausgangssituation, verläuft auch anders und hat nichts mit der Sendung mit der Maus zu tun. Zum Glück.

In dem Buch dreht sich alles um Blaubär. Er erzählt aus seinem Leben, welches 13 ½ Leben oder eher Stationen beinhaltet. Und ganz nebenbei lernt der Leser die Welt von Zarmonien kennen.

Walter Moers – Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

Bei dem Einstieg in das Buch tat ich mir sehr schwer. Zum einen lese ich kaum noch Fantasy, zum anderen waren die ersten Kapitel auch eher zäh. Erst einige Kapitel später wurde mir auch klar warum: in den ersten Geschichten konnte Blaubär noch nicht sprechen. Und somit wurden keine Interaktionen mit anderen erzählt. Der Wendepunkt kam, als Blaubär das Sprechen lernte. Bis dahin muss der Leser durchhalten, ab da wird es dann spannend.

Moers hat hier eine ganze neue Welt erschaffen. Mit vielen unterschiedlichen Charakteren und Welten in der Welt Zarmoniens. Und Blaubär durchläuft so einige Welten, immer auf der Suche nach dem eigenen Glück. Meist muss er fliehen, weil er doch wieder in irgendwelchen kuriosen Situationen gerät. Diese sind durchweg immer mit der Liebe zum Detail erzählt. Nur die vielen Beschreibungen der Völker Atlantis habe ich dann doch überflogen. Es waren zu viele und viele kamen auch nicht in der Story an sich vor.

Diese Vielzahl an neuen Welten und kuriosen Charakteren wird mit vielen Bildern von Moers unterlegt. Das regt die Fantasie an und sind nette Ablenkungen in den Geschichten. Weiterhin werden immer wieder Auszüge aus einem Lexikon eingefügt, die weitere Details zu einem neu kennengelernten Volk anführen. Und es sind wahnsinnig viele Völker hier vertreten. Das kann zu einem kleinen Durcheinander beim Leser führen, zurückblättern ist manchmal echt sinnvoll. Trotzdem kehren einige Charaktere immer mal wieder zurück, was eine Verbindung zwischen den einzelnen Leben schafft.

Denn die Leben kann man hier wirklich als Leben betrachten. In jedem Abschnitt erlebt Blaubär andere Dinge und Geschichten.

Zum Schluss kann man den Blaubär nur lieben. Er ist grundauf ehrlich und will für sich und seine Freunde nur das Beste. Und hilft diesen auch gern dabei.

Es ist ein toller Auftakt zu der Welt Zarmoniens. Ob ich die weiteren Bücher von Moers lesen werde, weiß ich noch nicht. Aber dieses Buch ist zurecht in der Bücherkultur Challenge.


Walter Moers – Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

Goldmann Taschenbuch – 703 Seiten

5 Sterne

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