Tracy Rees - Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees – Die Reise der Amy Snow

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Die endliche Reise

Vor fast 3 Jahren gab es drüben auf Lovelybooks eine Buchverlosung. Ist ja nichts Neues. Ich wollte das Buch haben und es auch letztendlich auch gewonnen. Das war es. Seit der Zusendung lag das Buch nun auf meinem Sub. Jetzt, endlich – habe ich es gelesen. Und meine Vorfreude, die sich nun schon lange nährte, wurde dann doch schnell etwas getrübt. Aber so schlimm wurde es dann doch wieder nicht.

In dem Buch dreht sich alles um Amy Snow. Schon als Baby verstoßen, wächst sie unter der Dienerschaft vom Hatville Anwesen auf. Doch bis auf Aurelia, die Tochter und einziges Kind der Grafschaft, wird Amy sehr verhasst. Als dann Aurelia, ihre beste Freundin stirbt, muss Amy schnell von Hatville fliehen. Dabei hat sie ein Rätsel von Aurelia. Das Vermächtnis der Freundin gilt es nun zu lösen und bringt Amy in eine Welt, die sie so noch nicht gesehen hatte und quer durch England hindurch.

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Irgendwie fand ich die Idee des Buches ja großartig: Die eine stirbt, hinterlässt aber noch ein Rätsel für die beste Freundin. Und es ging auch gleich rasant in dem Buch los: mit der Flucht von Amy. Doch schnell wurde der Leser ausgebremst. Im ersten Drittel des Buches häufen sich die Blicke in die Vergangenheit. Ich weiß, dass dies besonders bei dieser Ausgangssituation nötig ist. Es erscheint aber durchaus zu gewollt, viele Infos auf die Seiten zu bringen. Das verdirbt durchaus das Lesen und die Lust auf die weitere Geschichte.

Denn lange bleibt der Leser in ungewissen, wo dieses Rätsel eigentlich hinführen sollte. Und Amy weiß es auch nicht so recht. Sie ist durch ihre Vergangenheit, wo sie absolut nicht geliebt wurde (außer Aurelia) und von der Gesellschaft ausgegrenzt aufwuchs, natürlich ein gebranntes Kind. Teils naiv und sehr leichtgläubig geht sie an das Rätsel heran. Und verliert sich zwischendrin auch noch in der ersten großen Liebe.

Ich sage nur ein Wort: Dreiecksgeschichte. Eine völlig unnötige Storyline, die sich über gefühlt 100 Seiten erstreckte. Amy hat gleich zwei Verehrer und kann sich nicht entscheiden. Ich kann es schon verstehen, dass die Autorin auch die erste Liebe von Amy mit reinbringen wollte, aber das ewige Hin und Her war Nonsens. Auf diesen Seiten wurde das Rätsel, worum es eigentlich ja ging, komplett vergessen.

Trotzdem weiß Amy (außerhalb der Liebe) was sie will. Und durch das Rätsel rund um Aurelia wird sie selbstsicherer und lebt bewusster. Sie weiß letztendlich was sie will. Nicht nur in der Liebe. Und das ist schön bei so einer Entwicklung zuschauen zu dürfen.

Letztendlich ist das Buch ja schon ein kleiner Selbstfindungstrip. Gespickt durch das Rätsel um die doch immer mysteriös bleibende Aurelia. Denn sie ist eigentlich die heimliche Protagonistin hier. Geheimnisvoll und undurchschaubar.

Im Endeffekt hat mir abseits des ganzen Liebesdrama doch recht gut gefallen. Dass es nicht meine Erwartungen erfüllen konnte, war ja schon vorher irgendwie klar. Ich hatte durchaus mehr Rätsel erwartet. Aber gut. Es war ganz okay. Mit einer etwas anderen Ausgangsstory.


Tracy Rees – Die Reise der Amy Snow

List Verlag

469 Seiten

3 Sterne

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