Das Ding mit dem Wandern

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Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen: Ich wandere sehr gerne. Gern auch Tagestouren, die vor allem eine „Runde“ darstellen. Denn dort wo ich mein Auto parke, muss ich am Ende des Tages wieder rauskommen. Ab und zu gehe ich auch noch auf Pilgerschaft. Das ist zwar auch wandern, aber eher langsamer, entschleunigender. Man sollte da schon die Zeit haben, einer Schnecke bei der Straßenüberquerung zuschauen zu können. Es ist intensiver, nah an der Natur und auch ein wenig spirituell. Ganz anders als das Wandern an sich.

Aber alles begann mit dem Pilgern. Damals 2009 auf dem Camino Frances in Spanien. Dort entdeckte ich meine Leidenschaft für das Wandern. Und hält bis heute an. Die Jahre vergehen, mal wandere ich mehr, mal weniger. Aber immer mit viel Genuss.

Nun wurde ich schon 2011 gefragt, ob ich am Fichtelbergmarsch teilnehmen möchte. Der war damals auch noch in den Kinderschuhen. 64km Tagesmarsch von Chemnitz zum höchsten Berg Sachsens. Ich verneinte damals höflichst. Ich wusste noch zu genau, wie ich mich nach meiner ersten Pilgeretappe fühlte. Da waren es zwar nur 27km. Aber das Gefühl, dass alles weh tut, der Körper brennt Tage später noch von der ungewohnten Langstrecke.

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Also die Aussicht ist ja schon mal nicht schlecht vom Fichtelberg.

Über die Jahre wurde ich immer wieder gefragt, ob ich am Marsch teilnehme. Von Freunden, Familie, Arbeitskollegen. Immer wieder verneinte ich. Bis ich letztes Jahr selbst darauf kam: meine ersten Tage auf dem Camino Portugues in Portugal waren bei weitem nicht so schwer wie erwartet. Ich hatte zwar eine Angst vor vielen Kilometern. Das war alles nur reine Kopfsache. Und nach ein paar Tagen und nach dem Treffen einiger Mitglieder eines Wandervereines stand schon für mich fest: 2018 werde ich endlich am Fichtelbergmarsch teilnehmen.

Und nun habe ich den Salat. Am 26. Mai 2018 geht es für mich sehr früh nach Chemnitz. Und irgendwann abends auf dem Fichtelberg. Ich hoffe es zumindest. Mein Motto für den Tag: „Durchhalten bis Oberwiesenthal und dann zackig den Berg hinauf“. Ich liebe einfach die Berganstiege (dafür schleiche ich auch die Berge wieder hinunter).

Fichtelberg
Daaaaaa hinten der Fichtelberg.

In Vorbereitung auf diesen Kraftakt werde ich am Samstag, 05. Mai 2018 schon eine andere Strecke begehen: die Sonnenaufgangstour der 7-Seen-Wanderungen bei Leipzig. Wieder heißt es früh aufzustehen. Klar, ist ja auch eine Sonnenaufgangstour. Knackige 32km Weg für mich. Ich freue mich drauf. Einfach zu laufen. Ich hoffe, ich komme gut durch die Kilometer. Denn zum Fichtelberg muss ich das doppelte an Weg laufen.

Wenn alles klappt, kommen auch zwei Berichte zu den Wanderungen. Ob mir es nun gut ergangen ist oder eher nicht so wird sich zeigen. Vieles ist eh die Kopfsache. Bei mir sind es generell die letzten 5km. Egal ob ich nur 10km, 20km oder 30km laufe. Die letzten 5km der Strecke sind immer eklig. Da ist mein Kopf immer schon in Gedanken im Ziel. Mein Körper leider noch nicht. Ein Dilemma, was auch hier garantiert eintreten wird.

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Immer diese letzten 5 Kilometer.

Schon wenn ich daran denke: letzten Sonntag bin ich auf einer Heimstrecke 16km gelaufen. Schön bergig. Doch für den Fichtelberg müsste ich diese Runde 4 Mal laufen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Laufen ließ es sich super. Aber so langsam bekomme ich halt doch das Muffensausen. Ich hoffe, ich kann nächste Woche positiv berichten.

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Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte. So auf Zeit bin ich noch nie gewandert.

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