Angela Thirkell – Tea Time bei Mrs. Morland

Angela Thirkell – Tea Time bei Mrs. Morland

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Ein fader Tee

Das Buch: Laura Morland, eine Autorin, hat ein Cottage in High Rising, einem kleinen und elitären Örtchen in England. Zusammen mit ihrem jüngsten Sohn verbringt sie einige Wochen im Jahr fern von London. Doch als bei einem Dinner bei dem guten Freund George Fox seine neue Assistentin aufkreuzt, kommt der Gesellschaft von High Rising schnell ein Verdacht auf: die Assistentin ist nur auf das Geld von Fox aus. Mrs. Morland begibt sich auf die Suche nach den Spuren der Assistentin….

Angela Thirkell – Tea Time bei Mrs. Morland

Das Fazit: Es hört sich nach einem britischen Krimi an mit viel Humor an. Naja. Hier muss ich wirklich sagen, dass das Cover das beste an dem Buch ist. Leider.

Geschrieben wurde das Buch schon in den 1930er Jahren. Als Auftakt einer 29 Bücher umfassenden Reihe. Den Mittelpunkt der Geschichten bildet das Örtchen High Rising. Und das merkt man auch im Auftaktbuch. Viele Figuren werden mit Problemen angesprochen, aber nur am Rande betrachtet. Darauf bauen dann wohl die restlichen Bücher auf.

Aber zurück zum Buch: Mrs. Morland ist eine sehr selbstständige und lebenslustige Frau, die bei den Männern der Gesellschaft durchweg gut ankommt. Das lässt sie aber kalt und kümmert sich nur um ihre Bücher, die sie schreibt. Und das zum Leidwesen der Männer (die alle hinter ihr herjagen) und auch dem Leser (da eigentlich nix passiert). Es fehlt an der Initiative. Natürlich begibt sie sich auf die Spuren der bösen Assistentin. Doch wirklich machen tut sie nix. Im Endeffekt kommt der Herr Zufall um die Ecke und löst alle aktuellen Probleme in High Rising. Das ist einfach zu einfach gestrickt.

Natürlich wurde es in einem ganz anderen Jahrzehnt geschrieben. Das merkt man ja auch an den Taten der Figuren. Da aber in der Story so gar nichts passiert, kann man es nicht einfach nur auf das Alter schieben. Das Ende ist zu sehr vorhersehbar, aber bis dahin ist es ein langer, langweiliger Weg.

Die Figuren an sich sind alle liebenswürdig. Auch in das verschlafene Örtchen High Rising verliebt man sich schnell. Und zu einer Tea Time mit Mrs. Morland würde ich auch nicht nein sagen. Das Setting stimmt! Aber das reicht nicht für ein gutes Buch.

Wer auf leichte Bücher aus vergangenen Jahrzehnten steht, kann sicherlich diese Reihe einmal anlesen. Alle anderen Leser verpassen hier nichts, wenn man es nicht gelesen hat.


2,5 Sterne

Manhattan – 318 Seiten (Hardcover) –

ISBN 978-3-442-54743-2

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